Die Geschichte Kärntens

Die Geschichte von Kärnten ist lange und spannend als auch von Höhen und Tiefen geprägt. Viele Herrscher kamen und gingen und immer stand der Wunsch nach Freiheit und Autonomie der Kärntner im Vordergrund.

Bis zum heutigen Tag sind die Menschen in Kärnten stolz auf ihre Geschichte und auch auf ihr Land. Und das drücken sie auch in ihrer Hymne aus, in der es heißt: „Dort, wo Tirol an Salzburg grenzt, des Glockners Eisgefilde glänzt, wo aus dem Kranz, der es umschließt, der Leiter reine Quelle fließt, laut tosend, längs der Berge Rand, beginnt mein teures Heimatland“.

Kärnten – Viele Herren

Das heutige Kärnten war schon in der Antike ein eigenständiges Staatsgebilde, nur das es damals die Römer waren, die dort eine Heimat gefunden haben. Sie nannten die Provinz „Regum Noricum“ und lebten dort bis zum Jahr 600. Dann kamen die Slawen und vertrieben sie, um einen eigenen Staat zu gründen, dem sie den Namen „Karantanien“ gaben. 143 Jahre lang herrschten die Slawen in Kärnten, bis sie ihren Platz für die Franken räumen mussten, die zwischen 743 und 907 in Kärnten das Sagen hatten. Nach den fränkischen Königen kamen die Bayern und machte Kärnten zu einem Teil ihres Herzogtums. 976 war es dann endlich so weit und Kärnten wurde selbstständig. In den Jahren bis 1335 wurden die meisten Schlösser und Klöster im Land gebaut, bis die Habsburger kamen und die Herren in Kärnten zwischen dem 14. und dem 18. Jahrhundert wurden.

Unruhige Zeiten in Kärnten

Die Türkenkriege, die Bauernaufstände, die Reformation und die Gegenreformation waren unruhige Zeiten auch für Kärnten, erst mit der Regentschaft Maria Theresias wurde es besser. Sie sorgte für Reformen, die Stände hatten weniger Einfluss und die Bauern bekamen mehr Rechte. 1809 musste Kärnten seine Autonomie erneut aufgeben und fiel an Frankreich. Ab 1867 wurde Kärnten zunächst ein Teil von Österreich-Ungarn, nach dem Ersten Weltkrieg gehörte es zu Deutsch-Österreich und seit 1920 ist Kärnten ein Bundesland der Republik Österreich. So ist es bis zum heutigen Tag. Und auch wenn die Kärntner gerne Österreicher sind, im Herzen sind sie aber immer so etwas wie Lokalpatrioten geblieben, die sich in erster Linie als Kärntner und dann erst als Österreicher verstehen.