Schwierige Immobiliensuche in Kärnten

Weil die Miet-Richtwerte in vielen Regionen Österreichs gestiegen sind, wird die Suche nach einer günstigen Wohnung komplizierter. Besonders Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen sind betroffen.

Auch in Kärnten gestaltet sich die Immobiliensuche immer schwerer: Seit dem 1. April 2012 sind die Miet-Richtwerte um rund fünf Prozent gestiegen. Davon betroffen sind neben der österreichischen Hauptstadt Wien auch die Steiermark und eben auch das Bundesland Kärnten.

Die vom Justizministerium Ende März 2012 veröffentlichten neuen Quadratmeter-Richtwerte für die einzelnen Regionen betragen im Burgenland 4,70 Euro, in Vorarlberg 7,92 Euro; in Wien sind sie auf 5,16 Euro gestiegen. Somit haben sich die geltenden Richtwerte für Mietwohnungen im Altbau zwischen 5,0 und 5,18 Prozent erhöht, was für die Mieter eine finanzielle Mehrbelastung bedeutet. Für Immobilien in Kärnten sind die Miet-Richtwerte pro Quadratmeter im Altbau von 5,74 Euro auf 6,03 Euro angestiegen.

Die Richtwertmieten sollen für etwa 300.000 Wohnungen, für die ein Mietvertrag für Altbauten nach dem 1. März 1994 abgeschlossen wurde, gelten. Je nach Bundesland unterscheiden sich die Richtwerte, verschiedene Faktoren wie Ausstattung oder die Lage der Altbauwohnung spielen dabei eine Rolle. Schon seit Jahren bemängeln der AK und Mieterschützer diese unzureichende Grundlage für die Festsetzung der Miete.

Preisanstieg bei Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen

Ebenfalls für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen stiegen die Preise in ganz Österreich. Bei Einfamilienhäusern wurde ein durchschnittlicher Preisanstieg um 6,4 Prozent verzeichnet. Bevorzugt wird von rund 80 Prozent der Käufer eine Lage nahe der Stadt. Allerdings weiten Käufer ihre Suche bis 20 Kilometer im Umkreis aus, sofern eine gute Infrastruktur vorhanden ist.

Die Preise für neuere Eigentumswohnungen stiegen in Kärnten um 3,3 Prozent und in Salzburg sogar um 3,5 Prozent. In Vorarlberg hingegen betrug die Preiserhöhung durchschnittlich nur 1,8 Prozent, in Wien lediglich 1,2 Prozent und in der Steiermark rund 1,1 Prozent. Trotzdem liegt Kärnten noch im guten Mittelfeld, denn in Tirol und Oberösterreich stiegen die Kaufpreise um 3,9 bzw. 5,4 Prozent an.

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